Sado, Inselgemeinde in der Präfektur Niigata, Japan
Sado ist eine Stadtgemeinde auf einer Insel in der Präfektur Niigata, die den Großteil einer Insel im Japanischen Meer vor der Westküste von Honshu einnimmt. Die Verwaltungseinheit umfasst mehrere kleinere Küstensiedlungen und Bergdörfer, die durch Straßen entlang der Küste und über die bewaldeten Berge im Inneren verbunden sind.
Die Insel diente ab dem 8. Jahrhundert als Verbannungsort für Höflinge und Intellektuelle, die in Ungnade gefallen waren. Nach 1601 verwandelte der Goldboom das Gebiet in eine Bergbauregion mit tausenden von Arbeitern, die sich in den Küstenorten und Berglagern niederließen.
Der Name bedeutet Sado-Insel und kennzeichnet ein Gebiet, das heute noch für seine Taiko-Trommelkunst bekannt ist, besonders durch die international auftretende Gruppe Kodo. Besucher können im Sommer Freilichtbühnen besuchen, auf denen diese kraftvollen Trommeln in Holzhütten und offenen Räumen zu hören sind.
Fähren verbinden das Gebiet mit der Hauptinsel und legen an mehreren Häfen entlang der Küste an, wo Autoverleihstationen zur Verfügung stehen. Die Straßen entlang der Küste sind bei gutem Wetter leicht zu befahren, während die Bergstraßen im Inneren im Winter oft geschlossen sind.
In mehreren Buchten entlang der Küste kann man noch alte Holzboote sehen, die früher zum Tauchen nach Perlen und Meeresfrüchten genutzt wurden. Diese Tauchertradition mit Frauen, die ohne Atemgerät arbeiten, wird heute nur noch an wenigen Orten praktiziert.
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