Daitō-Inseln, Korallen-Archipel in der Präfektur Okinawa, Japan.
Die Daitō-Inseln sind eine Gruppe von drei Korallenformationen in der Präfektur Okinawa, über 350 Kilometer östlich der Hauptinsel im Philippinenmeer gelegen. Jede Insel erhebt sich als flache Plattform aus dem Ozean, umgeben von steilen Korallenklippen ohne natürliche Strände oder geschützte Buchten.
Europäische Seefahrer sichteten die Inseln Mitte des 16. Jahrhunderts, doch erst ab 1900 begann eine dauerhafte Besiedlung durch Pioniere aus den Izu-Inseln. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen sie unter amerikanische Verwaltung und kehrten 1972 zusammen mit Okinawa zu Japan zurück.
Die Bewohner sprechen einen Dialekt, der sich deutlich vom restlichen Okinawa unterscheidet und Züge der Izu-Inseln trägt, da frühe Siedler von dort kamen. Zuckerrohr prägt das Alltagsleben und die Landschaft seit über einem Jahrhundert, mit Feldern, die bis an die Klippen reichen.
Die Anreise erfolgt per Kleinflugzeug vom Flughafen Naha oder gelegentlich per Frachtschiff, wobei das Wetter die Verbindungen stark beeinflusst. Unterkünfte sind begrenzt und sollten im Voraus gebucht werden, da spontane Besuche kaum möglich sind.
Krater aus uralten Korallen bilden die Innenräume und schaffen abgeschlossene Ökosysteme mit eigenem Grundwasser. Mehrere endemische Arten leben nur hier, darunter Fledermäuse und Vogelarten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen.
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