Tsuyama, Historische Burgstadt im Norden der Präfektur Okayama, Japan
Tsuyama ist eine Stadt im nördlichen Teil der Präfektur Okayama in der Chūgoku-Region Japans, die auf mehreren Hügeln und Tälern ruht und vom Yoshii-Fluss durchflossen wird. Die Straßen des historischen Zentrums folgen noch dem alten Muster mit Resten von Befestigungen auf einem bewaldeten Hügel und traditionellen Kaufmannshäusern entlang der Hauptroute.
Das Gebiet wurde im frühen achten Jahrhundert als Verwaltungszentrum einer Provinz gegründet und erhielt 1603 von einem Tokugawa-Herrscher einen neuen Status als Burgstadt unter der Familie Mori. Die Burg selbst wurde kurz nach 1600 auf dem Hügel errichtet und im 19. Jahrhundert größtenteils abgerissen, doch die Stadtanlage blieb weitgehend erhalten.
Mitte April färbt sich die Gegend rund um das ehemalige Burggelände durch mehrere tausend Kirschbäume in zartem Rosa und verwandelt die Straßen in eine begehbare Frühlingslandschaft. Die Altstadt bewahrt in ihren Vierteln noch heute die typische Straßenführung der Samurai-Residenzen mit verwinkelten Gassen und traditionellen Holzhäusern, die einst verschiedene Gesellschaftsschichten trennten.
Die Stadt liegt etwa eine Zugstunde nördlich von Okayama an einer Nebenstrecke durch die Berge und dient als Tor zu den ländlichen Gebieten der Präfektur. Das Zentrum ist zu Fuß überschaubar und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in kurzer Entfernung vom Bahnhof.
Im Frühsommer wird in den Außenbezirken eine lokale Rindfleischsorte namens Sakushu-gyu gezüchtet, die wegen ihrer feinen Marmorierung in der Region geschätzt wird. An manchen Stellen der Altstadt lassen sich noch Reste der originalen Burgmauern entdecken, die zwischen Wohnhäusern und Geschäften verborgen liegen.
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