Ōkunoshima, Abgelegene Insel in der Präfektur Hiroshima, Japan
Ōkunoshima ist eine Insel in der japanischen Inlandsee nahe Takehara in der Präfektur Hiroshima. Die bewaldeten Hügel fallen sanft zu mehreren kleinen Buchten ab, während schmale Wege durch dichtes Grün zu verlassenen Anlagen und Badestellen führen.
Zwischen 1929 und 1945 diente die Insel als Standort für die geheime Herstellung von Giftgas durch das japanische Militär. Nach Kriegsende wurden die Anlagen teilweise zerstört und das Gelände später für Besucher geöffnet, während Überreste der Fabriken im Wald zurückblieben.
In den Jahren vor der Waffenproduktion blieb die Insel dünn bewohnt und von Fischern nur selten genutzt. Der heutige Umgang mit der Geschichte zeigt sich in der Entscheidung, das Museum neben den frei laufenden Kaninchen zu erhalten und beide Seiten der Inselidentität sichtbar zu machen.
Der Fährbetrieb ab Tadanoumi verbindet das Festland in etwa 15 Minuten mit der Insel, wobei die Abfahrten tagsüber regelmäßig erfolgen. Wege sind meist eben und führen zu Stränden, Ruinen und dem Museum, doch einige Bereiche bleiben aufgrund von Vegetation und Verfall schwer zugänglich.
Kaninchen bewegen sich frei über das gesamte Gelände und nähern sich Besuchern oft von selbst, besonders auf den Hauptwegen und in der Nähe der Anlegestelle. Die genaue Herkunft der Tiere bleibt unklar, doch ihre Zahl wuchs über Jahrzehnte ohne natürliche Feinde auf der Insel.
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