Heian-kyō, Geplante Hauptstadt in den Bezirken Kadono und Otagi, Japan
Heian-kyō war die geplante Hauptstadt in den Distrikten Kadono und Otagi, die nach dem Vorbild chinesischer Städte auf einem rechteckigen Raster angelegt wurde und die heutige Stadtstruktur von Kyoto prägte. Das Gelände erstreckte sich von Norden nach Süden über eine Länge von 5,2 Kilometern und von Westen nach Osten über 4,5 Kilometer mit dem kaiserlichen Palast an der nördlichen Grenze.
Kaiser Kanmu gründete die Stadt im Jahr 794 nach seiner Verlegung von Nagaoka-kyō und leitete damit eine neue Epoche ein, die über tausend Jahre andauern sollte. Die östliche Hälfte entwickelte sich rascher als die westliche Seite, die größtenteils unbebaut blieb und später zu Feldern wurde.
Der Name verweist auf die Wunsch nach dauerhaftem Frieden, übersetzt als „Hauptstadt des Friedens und der Ruhe
Die beiden großen Märkte im östlichen und westlichen Teil dienten als Verteilzentren für Waren innerhalb der verschiedenen Stadtviertel. Besucher können das ursprüngliche Straßenraster noch heute in Teilen des modernen Kyoto nachvollziehen, besonders im Zentrum rund um den ehemaligen Palastbezirk.
Die Stadt verzichtete trotz ihrer Funktion als Hauptstadt auf Verteidigungsmauern und vertraute stattdessen auf das umgebende Gelände und geomantische Prinzipien. Jedes Grundstück wurde nach einem festen System in Parzellen von 30 mal 15 Metern aufgeteilt, was eine gleichmäßige Landverteilung ermöglichte.
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