San Juan Bautista, Galeonenmuseum in Ishinomaki, Japan
San Juan Bautista ist eine Nachbildung einer Galeone aus dem frühen 17. Jahrhundert, die im Hafen von Ishinomaki vor Anker liegt. Die Struktur besteht aus modernem faserverstärktem Kunststoff und zeigt drei hohe Masten sowie mehrere Decks, die den Besuchern einen Einblick in die Bauweise historischer Segelschiffe geben.
Ein japanischer Feudalherr ließ 1613 ein Segelschiff für eine Gesandtschaftsreise nach Mexiko und Europa bauen. Die heutige Rekonstruktion entstand mehrere Jahrhunderte später und wurde nach dem Erdbeben von 2011 in widerstandsfähigerem Material erneuert.
Das Schiff erhielt seinen Namen zu Ehren Johannes des Täufers und symbolisiert die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Spanien im frühen 17. Jahrhundert. Heute dient es als Museum, in dem die Besucher nachvollziehen können, wie sich europäische und japanische Seefahrtstraditionen begegneten.
Der Zugang zum Museum erfolgt über den Hafenbereich, und die Besichtigung umfasst mehrere Decks mit Ausstellungsräumen. Informationstafeln in mehreren Sprachen erleichtern das Verständnis der technischen Details und der Seefahrtsgeschichte.
Die ursprüngliche Rekonstruktion in Holz überstand das Erdbeben nicht unbeschadet, weshalb man sich für einen Nachbau aus faserverstärktem Kunststoff entschied. Dieser Materialwechsel garantiert eine längere Lebensdauer und geringeren Wartungsaufwand bei gleichzeitiger Bewahrung der historischen Form.
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