Ichihara, Industrielle Hafenstadt in der Präfektur Chiba, Japan
Ichihara ist eine Industriestadt in der Präfektur Chiba, die sich über ein weites Gebiet zwischen der Bucht von Tokio und den bewaldeten Hügeln der Boso-Halbinsel erstreckt. Die Stadt verbindet Raffineriekomplexe und Hafenanlagen an der Küste mit Wohnvierteln und natürlichen Flächen im Landesinneren.
Während der Nara-Periode stand hier die Provinzhauptstadt Kazusa, die später im 8. Jahrhundert durch kleinere Dörfer ersetzt wurde. Das moderne Stadtgebiet entstand in den 1960er Jahren durch die Zusammenführung zahlreicher Gemeinden, als die petrochemische Industrie die Region veränderte.
Der ursprüngliche Name bezieht sich auf ein historisches Marktfeld, auf dem Bauern ihre Waren verkauften, bevor Industrie die Küste prägte. Heute sieht man an den Rändern der Stadt noch vereinzelte Reisfelder, während das Hafenviertel durch Schornsteine und Lagerhallen bestimmt wird.
Der Küstenbereich mit den Industrieanlagen ist für Besichtigungen normalerweise geschlossen, während der südliche Teil Wanderwege und Parkflächen bietet. Öffentliche Verkehrsmittel verbinden die Wohnviertel mit den umliegenden Städten, doch für Fahrten innerhalb des Gebiets ist ein Auto hilfreich.
Die Küste beherbergt die größte Konzentration von Erdölraffinerien im Land, die nachts durch Tausende von Arbeitslampen beleuchtet wird. Manche Anwohner nennen diese nächtliche Szenerie wegen der Lichter und Strukturen eine Industrielandschaft.
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