Provinz Mino, Historische Provinz in der Präfektur Gifu, Japan
Die Provinz Mino war ein historisches Verwaltungsgebiet im Herzen der heutigen Präfektur Gifu und umfasste Teile der Regionen Tōnō und Nakasendō. Sie grenzte an sieben benachbarte Provinzen, darunter Omi im Westen, Shinano im Osten und Owari im Süden.
Mino entstand aus der Vereinigung dreier kleiner Herrschaftsgebiete unter der Autorität des Yamato-Hofs, die ihre politische Identität bis zur Reichsreform des späten 7. Jahrhunderts festigten. Die Provinz diente anschließend als bedeutender Durchgangsraum entlang der östlichen Überlandrouten.
Die Frühgeschichte des Namens verbirgt sich hinter einem Wechsel der Schriftzeichen, denn anfangs verwendete man die Zeichen für Sanno no Kuni, später die für Mino. Diese Veränderung spiegelt die allmähliche Eingliederung lokaler Gemeinschaften in das sich ausbildende japanische Kaiserreich wider.
Wer die alten Straßenverläufe nachvollziehen möchte, findet im heutigen Gifu Hinweisschilder und erhaltene Wegabschnitte, die auf die Verbindungen nach Osten und in die Hauptstadtregion verweisen. Viele Tempel und kleinere Schreine liegen noch heute entlang dieser historischen Achsen.
Auf hölzernen Etiketten aus den alten Hauptstädten Asuka und Fujiwara erscheint der Name noch als Sanno no Kuni, geschrieben mit völlig anderen Zeichen als später üblich. Diese Funde aus Grabungen zeigen, wie sich die offizielle Schreibweise über einige Jahrzehnte hinweg veränderte.
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