Kikaijima, Vulkaninsel im Amami-Archipel, Japan
Kikai ist eine Insel im ostchinesischen Meer, die zur Amami-Inselgruppe im Süden Japans gehört und sich über etwa zwölf Kilometer Länge und vier Kilometer Breite erstreckt. Die Oberfläche besteht hauptsächlich aus erhobenen Korallenformationen, die flache Ebenen und sanfte Anhöhen bilden, mit Siedlungen entlang der Küste und kleinen Häfen, die als Anlaufstellen für Fischerboote dienen.
Während der Feudalzeit gehörte die Insel zum Herrschaftsgebiet der Satsuma und die Bauern mussten große Mengen Zuckerrohr anbauen, oft auf Kosten ihrer eigenen Nahrungsmittel. Diese Zeit der Kontrolle und des Zuckerhandels prägte die Wirtschaft der Insel über Generationen hinweg und hinterließ Spuren in der Erinnerung der Bewohner.
Die Bewohner der Insel pflegen eine jahrhundertealte Verbindung zum Meer, die sich in ihrer Lebensweise und ihren Liedern widerspiegelt. Fischerboote kehren morgens mit frischem Fang zurück, während Frauen an den Häfen Netze flicken und die Erträge sortieren, so wie es schon ihre Großeltern taten.
Flüge von Kagoshima erreichen die Insel in etwa einer Stunde, während Fähren eine langsamere, aber preiswerte Alternative bieten und über Nacht fahren. Das Gelände ist weitgehend eben, sodass Besucher die Küstenstraßen gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden können, wobei Sonnenschutz wegen der offenen Landschaft wichtig ist.
Die Korallenplattform, auf der sich diese Insel gebildet hat, hebt sich jedes Jahr messbar aus dem Meer, ein geologischer Vorgang, der zu den schnellsten weltweit zählt. Besucher können an der Küste versteinerte Korallen sehen, die einst tief unter Wasser lagen und nun trockene Felsen bilden, ein Zeugnis dieser langsamen, aber stetigen Bewegung.
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