Basilika der sechsundzwanzig heiligen Märtyrer Japans, Katholische Kirche in Minami-Yamate, Nagasaki, Japan
Die Ōura-Kirche ist eine Basilika und Ko-Kathedrale in Minami-Yamate, Nagasaki, die als nationales Kulturgut Japans gelistet ist und zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Fassade aus weißem Putz zeigt drei achteckige Türme mit spitzen Dächern, während das Innere gewölbte Decken über fünf Seitenschiffen aufweist.
Französische Missionare errichteten die Kirche zwischen 1862 und 1864 zum Gedenken an 26 Märtyrer, die 1597 hingerichtet wurden, als Japan seine Isolationspolitik zu lockern begann. Das Bauwerk überstand die Atombombe von 1945 und wurde später als Teil eines UNESCO-Ensembles zur christlichen Verfolgung in Japan anerkannt.
Das Gebäude erhielt seinen Namen von einer Gruppe von Christen aus Urakami, die hier 1865 ihre lange Geheimhaltung offenbarten und damit die Existenz einer verdeckten Gemeinschaft bekanntgaben. Diese Offenbarung wird heute in einer kleinen Ausstellung neben dem Hauptraum dokumentiert.
Die Straßenbahnlinie 5 bis Haltestelle Ouratenshudo bringt Besucher in die Nähe, von wo aus ein fünfminütiger Spaziergang bergauf durch eine ruhige Wohngegend zum Eingang führt. Die Umgebung bietet kleine Läden und Cafés, in denen man vor oder nach dem Besuch eine Pause einlegen kann.
Der Altar enthält einen bemalten Holzschrein aus der Zeit der Geheimchristen, der über Generationen verborgen wurde und erst nach der Wiedererlaubnis des Glaubens zum Vorschein kam. Diese Reliquie zeigt die Verschmelzung japanischer Handwerkskunst mit christlichen Motiven.
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