Amami-Inseln, Inselgruppe in der Präfektur Kagoshima, Japan.
Die Amami-Inseln sind eine Inselgruppe in der Präfektur Kagoshima, Japan, die sich über das subtropische Meer zwischen dem südlichen Kyushu und der Hauptinsel Okinawa erstreckt. Die größeren Landmassen sind bewaldet und von Korallenriffen umgeben, während kleinere Eilande flache Küstenabschnitte mit weißem Sand aufweisen.
Keramikscherben aus der Zeit vor etwa 6.000 Jahren zeigen die älteste bekannte menschliche Besiedlung dieser Inseln mit Verbindungen zur Jōmon-Kultur aus Kyushu. Später kam der Archipel unter die Kontrolle des Königreichs Ryūkyū, bevor er im 17. Jahrhundert von der Domäne Satsuma annektiert wurde.
Der Name jeder bewohnten Insel verbindet sich mit einem eigenen Siedlungsmuster und bestimmten Webtraditionen, die noch heute von Frauen in kleinen Werkstätten gepflegt werden. Auf den größeren Inseln halten junge Leute abends zusammen und singen mehrstimmige Lieder, die sie in der Familie gelernt haben und die man sonst nirgendwo hört.
Regelmäßige Flüge verbinden den Flughafen Kagoshima mit Amami-Ōshima, der größten Insel, und kleinere Fähren verkehren zwischen den bewohnten Inseln. Sommerbesucher sollten leichte Kleidung mitnehmen und Insektenschutz verwenden, da das feuchte Klima Mücken anzieht.
Über 200 Kalksteinhöhlen durchziehen die Inseln, wobei Okinoerabu besonders viele zugängliche unterirdische Galerien bietet. Auf Tokunoshima veranstalten Einheimische an bestimmten Tagen Wettkämpfe, bei denen zwei Bullen mit ihren Stirnen gegeneinander drücken, bis einer den Platz verlässt.
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