Torishima, Vulkanische Insel in der Subpräfektur Hachijō, Japan.
Tori-shima ist eine vulkanische Insel im Pazifischen Ozean, die zur Kette der Izu-Inseln gehört und sich etwa 580 Kilometer südlich von Tokio befindet. Die Insel erhebt sich steil aus dem Meer und zeigt steile Felswände sowie Kraterformen an ihrem höchsten Punkt.
Im 19. Jahrhundert siedelten sich hier Menschen an, um Guano abzubauen, bis ein Ausbruch im Jahr 1902 alle Bewohner tötete. Danach blieb die Insel unbewohnt und wurde zu einem geschützten Naturreservat für seltene Vögel.
Der Name bedeutet Vogelinsel und verweist auf die große Anzahl von Seevögeln, die hier nisten und brüten. Besucher sehen vor allem Brutkolonien des Kurzschnabel-Albatros, einer Art, die nirgendwo sonst so zahlreich vorkommt.
Jeder Besuch erfordert eine offizielle Genehmigung, und nur Wissenschaftler oder autorisierte Gruppen dürfen an Land gehen. Wetterbedingungen bestimmen, ob eine Anreise überhaupt möglich ist, da es keine festen Anlegestellen oder Flugverbindungen gibt.
Die Überwachungsbehörden stufen den Vulkan als hochaktiv ein, und tatsächlich zeigten sich zuletzt im Jahr 2002 Rauchfahnen aus den Kraterspalten. Trotz der Gefahr kehren Forscher regelmäßig zurück, um die Albatrosse zu zählen und ihre Entwicklung zu dokumentieren.
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