Osaka Maritime Museum, Schifffahrtsmuseum in der Bucht von Osaka, Japan
Das Osaka Maritime Museum war ein städtisches Museum in der Bucht von Osaka, untergebracht in einer gläsernen geodätischen Kuppel aus 4.208 Scheiben nach einem Entwurf von Paul Andreu. Die Kuppel stand in einem 300.000 m² großen Becken und war über einen 60 m langen Unterwassertunnel vom Ufer aus erreichbar. Im Inneren umgaben vier Ebenen mit insgesamt 14.000 m² den Nachbau des Schiffes Naniwa Maru.
Das Museum wurde im Juli 2000 eröffnet, nachdem die Bauarbeiten im März 1998 begonnen hatten. Der französische Architekt Paul Andreu entwarf die Struktur mit einer Glaskuppel, die auf dem Wasser ruhte und durch einen Unterwassertunnel mit dem Ufer verbunden war.
Herzstück war die Naniwa Maru, ein originalgetreuer Nachbau eines Higaki-Kaisen-Handelsschiffs aus dem 17. Jahrhundert: rund 29,9 m lang, 27,5 m Masthöhe, etwa 150 t Tragfähigkeit, für nahezu eine Milliarde Yen gebaut. Im Sommer 1999 wurde es in der Bucht von Osaka erprobt und erreichte bei 9 m/s Wind etwas über 7 Knoten, bevor es unter der Kuppel eingeschlossen wurde. Ukiyo-e-Drucke, Nachbauten von Galionsfiguren und Werkzeuge der Schiffszimmerleute umgaben es.
Das Museum stand auf aufgeschüttetem Land in der Bucht von Osaka und war vom Ufer aus durch einen 60 Meter langen, 15 Meter breiten Tunnel aus Stahlbeton erreichbar, der in die Kuppel mündete. Diese umfasste vier Ebenen mit insgesamt 14.000 Quadratmetern um das Schiff. Die nächste Metrostation ist Cosmo Square, etwa sieben Gehminuten entfernt.
Die Glaspaneele der Kuppel wurden mit unterschiedlicher Lochdichte gestaltet, um Sonnenlicht je nach Tageszeit und Jahreszeit zu filtern. Die Ingenieure entwickelten spezielle Lösungen, um die Struktur gegen Erdbeben und Wellenbelastungen zu sichern, da die Kuppel direkt auf dem Wasser ruhte.
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