Burg Taga, Festungsruinen aus dem 8. Jahrhundert in Tagajō, Japan
Taga Castle ist eine Festungsruine aus dem 8. Jahrhundert auf einem Plateau nahe der Pazifikküste in Tagajō, etwa 10 Kilometer nordöstlich von Sendai. Steinerne Fundamente und Erdwälle bilden das Gelände, das sich über mehrere Hektar erstreckt und von Fußwegen durchzogen ist.
Die Festung wurde 724 unter Ōno no Azumabito angelegt und diente als Verwaltungszentrum der Provinz Mutsu sowie als Militärbasis für die Kontrolle der nördlichen Gebiete. Über mehrere Jahrhunderte hinweg blieb der Ort ein wichtiger Stützpunkt, bevor er im Mittelalter aufgegeben wurde.
Die Anlage trägt ihren Namen nach der alten Provinz Mutsu und zeigt heute gut erhaltene Fundamentsteine, die zeigen, wie Verwaltungsgebäude in der Nara-Zeit gebaut wurden. Besucher können vor Ort ein steinernes Denkmal mit Schriftzeichen sehen, das über die Gründung der Festung berichtet.
Man erreicht die Ruinen vom Bahnhof Kokufu-Tagajō aus zu Fuß, wobei blaue Hinweisschilder den Weg durch das archäologische Gelände weisen. Der Zugang ist das ganze Jahr über möglich, bei Regen können die Erdpfade jedoch rutschig werden.
Die Verteidigungsmauern bildeten einst einen Umfang von 3,4 Kilometern und bestanden aus etwa 5 Meter hohen Erdwällen, die mit hölzernen Befestigungen gekrönt waren. Heute lässt die Bodenstruktur noch erkennen, wo Türme und Torbauten standen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.