Meiji-Schrein, Shinto-Schrein in Shibuya, Japan
Meiji Jingū ist ein Shintō-Schrein in Yoyogi-Kamizono-chō im Tokioter Bezirk Shibuya, umgeben von einem 70 Hektar großen Wald mit mehr als 120.000 Bäumen aus 365 Arten. Der Hauptweg führt durch hohe Holztore zu einem zentralen Innenhof, wo die Haupthalle aus Zypressenholz mit geschwungenem Kupferdach steht.
Die Anlage entstand zwischen 1915 und 1920 als Gedenkstätte für Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert regierten. Amerikanische Luftangriffe zerstörten 1945 die Gebäude, doch der Wiederaufbau erfolgte bis 1958 nach den ursprünglichen Entwürfen.
Der Name ehrt Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken, die Japan von einem feudalen Reich in einen modernen Staat führten. Besucher können heute noch traditionelle Hochzeitszeremonien in den Schreinhallen beobachten, bei denen Paare in historischer Kleidung erscheinen.
Die Zugänge über den Bahnhof Harajuku oder Yoyogi führen in den Wald, von wo aus ein breiter Schotterweg zum Haupthof führt. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, wobei im Sommer bereits am frühen Morgen Einlass gewährt wird und im Winter die Tore früher schließen.
Der Wald wurde künstlich angelegt und aus dem ganzen Land durch Spenden zusammengetragen, wobei jede Baumart sorgfältig gewählt wurde, um ein natürliches Gleichgewicht zu schaffen. Barrels mit Sake und Wein stapeln sich nahe dem Eingang als Opfergaben, ein Brauch, der die Verbindung zwischen traditionellem Glauben und modernem Leben zeigt.
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