Tōkyō Joshi Daigaku, Protestantische Universität im Bezirk Suginami, Tokio, Japan
Tokyo Woman's Christian University liegt auf einem begrünten Gelände im Bezirk Suginami, wo sich zwischen Kiefern und Blütenbäumen mehrere mehrstöckige Bauten aus Beton verteilen. Die Gebäude stammen überwiegend aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und bilden zusammen ein ruhiges Ensemble inmitten der Stadt.
Gegründet wurde die Hochschule im Jahr 1918 von Nitobe Inazō, einem Autor und Diplomaten, der den Unterricht zunächst in Tsunohazu begann. Sechs Jahre später zog die Einrichtung an ihren heutigen Standort und entwickelte sich zu einer Universität mit mehreren Fakultäten.
Der Name ehrt Nitobe Inazō, einen christlichen Denker des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, der japanische Traditionen mit westlichen Bildungsidealen verbinden wollte. Das Gelände wird auch von Besucherinnen geschätzt, die an internationalen Programmen oder akademischem Austausch teilnehmen.
Das Gelände ist am besten bei Tageslicht zu sehen, wenn die Bepflanzung und die Fassaden der Gebäude gut erkennbar sind. Wege zwischen den Bauten ermöglichen es, die Anordnung der Strukturen zu erfassen und die Grünflächen zu durchqueren.
Antonin Raymond, der mit Frank Lloyd Wright zusammengearbeitet hatte, entwarf die Architektur, wobei sieben Bauten heute als materielle Kulturgüter eingetragen sind. Diese Anerkennung hebt die gestalterische Bedeutung der Anlage im Kontext der japanischen Nachkriegsmoderne hervor.
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