Mediathek Sendai, Mediathek und Kunstgalerie in Aoba-ku, Sendai, Japan
Die Struktur umfasst sieben Stockwerke innerhalb eines transparenten Glaskubus, der von dreizehn Metallröhren getragen wird, die gleichzeitig als Säulen und Versorgungsleitungen dienen. Die offene Architektur ermöglicht Sichtverbindungen zwischen allen Ebenen durch die durchgehenden vertikalen Elemente.
Toyo Ito gewann 1995 den Architekturwettbewerb für dieses Gebäude, dessen Fertigstellung am 26. Januar 2001 erfolgte. Das Projekt markierte einen bedeutenden Moment in der zeitgenössischen japanischen Architektur durch seine experimentelle Herangehensweise an öffentliche Kulturbauten.
Die Einrichtung verknüpft traditionelle Bibliotheksdienste mit digitalen Ressourcen und schafft öffentliche Räume für gemeinsames Lernen, Kunstausstellungen und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Sie dient als zentraler Treffpunkt für Bürger aller Altersgruppen in Sendai.
Das Erdgeschoss beherbergt ein Café und eine Buchhandlung. Die oberen Stockwerke enthalten spezialisierte Bereiche wie eine Kinderbibliothek, ein Kino und Besprechungsräume. Die Einrichtung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Bahnhof Sendai aus leicht zu erreichen und bietet barrierefreien Zugang.
Das Gebäude überstand das Erdbeben von 2011 mit minimalen Schäden dank seines innovativen Konstruktionssystems aus flexiblen Stahlgittersäulen. Diese Widerstandsfähigkeit führte zu internationaler Anerkennung der seismischen Designprinzipien und beeinflusste spätere Projekte in erdbebengefährdeten Regionen weltweit.
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