St. Marien, Katholische Kathedrale im Stadtteil Sekiguchi, Tokio, Japan.
St. Mary's Cathedral ist ein katholisches Gotteshaus im Stadtteil Sekiguchi, das 1964 nach einem Entwurf von Kenzo Tange fertiggestellt wurde und als Symbol der Nachkriegsmoderne gilt. Das Gebäude zeigt acht geschwungene Betonwände, die ein Kreuz bilden und außen mit Edelstahl verkleidet sind, während im Inneren ein großer offener Raum ohne Stützpfeiler entsteht.
Die erste Kirche an dieser Stelle war ein gotisches Holzgebäude aus dem Jahr 1899, das als Seminarkapelle diente und während der Luftangriffe 1945 zerstört wurde. Nach dem Krieg wurde das Grundstück an den katholischen Orden zurückgegeben, und die heutige Kathedrale entstand als erstes großes Projekt von Kenzo Tange nach seiner Arbeit am Friedensmuseum in Hiroshima.
Die Kirche trägt den Namen Seibo no Kishi Kathedrale, was Ritter der Heiligen Jungfrau bedeutet und auf ihre Verbindung zum katholischen Orden zurückgeht. Der liturgische Raum folgt westlicher Tradition, doch die Architektur verzichtet auf europäische Ornamentik zugunsten klarer Formen und bewahrt so eine kontemplative Ruhe.
Die Kathedrale liegt im Stadtteil Bunkyo-ku und empfängt Besucher während der Tageslichtstunden, wobei sonntags Gottesdienste stattfinden. Der große offene Innenraum bietet Platz für Hunderte von Menschen und ist ebenerdig zugänglich, sodass sich Besucher frei bewegen können.
Die Decke öffnet sich entlang der Kreuzform durch schmale Lichtbänder, die je nach Tageszeit unterschiedliche Schatten auf die nackten Betonwände werfen. Diese Linien ziehen sich vom Boden bis zur Spitze und lassen den Raum höher wirken, als er tatsächlich ist.
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