Burg Iwamura, Bergburg in Ena, Japan
Iwamura ist eine Burgruine auf einem steilen Berggipfel in der Präfektur Gifu, deren Steinmauern auf 721 Metern über dem Iwamura-Becken thronen. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen und zeigt noch heute massive Steinquader, die ohne Mörtel aufeinandergeschichtet wurden.
Die Burg entstand im Jahr 1185 als militärischer Stützpunkt und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer, darunter die Clans Tōyama, Mori, Matsudaira und Niwa. Im Jahr 1873 wurde die Anlage endgültig abgerissen, nur die Steinmauern blieben erhalten.
Die Burg trägt bis heute den Beinamen Nebelfestung, weil dichter Nebel die Wälle auf dem Gipfel regelmäßig einhüllt und Besuchern ein gespenstisches Erlebnis beschert. Besucher können noch immer die atmosphärische Stille wahrnehmen, die zwischen den alten Steinmauern herrscht.
Vom Bahnhof Iwamura der Akechi-Eisenbahn führt ein etwa 50-minütiger Fußweg hinauf zur Ruine, dabei dauert der Aufstieg bis zum Eingangsbereich rund 20 Minuten und der weitere Weg bis zum zentralen Teil weitere 30 Minuten. Der Pfad ist steil und erfordert festes Schuhwerk, besonders bei feuchtem Wetter kann der Boden rutschig werden.
Die Burg zählt zu den drei wichtigsten Bergfestungen Japans, zusammen mit der Takatori-Burg in Nara und der Bitchu-Matsuyama-Burg in Okayama. Diese Einstufung beruht auf der strategischen Lage und der Bauweise, die das Gelände selbst als Teil der Verteidigung nutzt.
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