Aogashima, Vulkanisches Inseldorf in der Subpräfektur Hachijō, Japan
Aogashima ist eine bewohnte Vulkaninsel im Pazifik, die zu Hachijō gehört und von steilen Klippen umgeben ist. Ihre Form zeigt eine doppelte Kraterstruktur, denn in der größeren Kaldera liegt ein kleinerer innerer Vulkankegel.
Nach heftigen Erdbeben und Dampfausstößen 1783 brach der Vulkan zwei Jahre später aus und zwang alle Bewohner zur Flucht auf die Nachbarinsel Hachijō-jima. Die Insel blieb für Jahrzehnte unbewohnt, bis Rückkehrer eine neue Siedlung aufbauten.
Die Bewohner leben auf rund neun Quadratkilometern vulkanischer Fläche und bewahren eine enge Gemeinschaft in einer der abgelegensten Siedlungen Japans. Sie brennen hier den Aochu, einen besonderen Schnaps aus Süßkartoffeln, der nur an diesem Ort hergestellt wird.
Man erreicht den Ort nur über Hachijō-jima, entweder mit einem Boot, das zweieinhalb Stunden braucht, oder mit einem Helikopter, der in 20 Minuten dort ist. Das Wetter im Pazifik kann unberechenbar sein, daher sollte man flexible Reisezeiten einplanen.
Die Vulkanüberwachung stuft den Krater als Klasse C ein, was bedeutet, dass er noch immer als aktiv gilt, auch wenn die letzten Eruptionen im 18. Jahrhundert stattfanden. Besucher können am Boden der inneren Kaldera geothermische Fumarolen sehen, aus denen noch heute Dampf austritt.
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