Mikura-jima, Vulkaninsel in der Präfektur Tokio, Japan
Mikura-jima ist eine vulkanische Insel der Präfektur Tokio, die sich rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt im Pazifik erhebt. Dichter Wald bedeckt die kreisförmige Landmasse, während die Küste von steil abfallenden Klippen geprägt wird, die an manchen Stellen fast senkrecht ins Meer stürzen.
Die Insel diente während der Tokugawa-Zeit als Verbannungsort für politische Gefangene, die aus der Hauptstadt geschickt wurden. Einige heutige Familien führen ihre Abstammung auf diese Verbannten zurück, die nie zurückkehren durften und neue Gemeinschaften gründeten.
Das Inseldorf trägt seit Jahrhunderten denselben Namen und die Bewohner leben heute von Fischerei sowie der Beobachtung von Delfinen, die jeden Frühling in die Küstengewässer zurückkehren. Lokale Guides bringen Besucher aufs Meer, um die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, ohne sie zu stören.
Die Insel ist nur per Fähre zu erreichen, die über Nacht von Tokio aus fährt und je nach Wetterlage mehrere Stunden unterwegs ist. Besucher sollten vor der Reise die Verfügbarkeit prüfen, da Fahrten bei starkem Seegang ausfallen können.
In den Gewässern rund um die Insel leben Indo-Pazifische Große Tümmler, die man von Frühling bis Herbst beobachten kann. Diese Delfine nutzen die Bucht als Aufenthaltsort während der wärmeren Monate und schwimmen oft nahe der Küste, wo sie für Besucher gut sichtbar sind.
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