Nankin-machi, Chinesisches Geschäftsviertel in Chuo-ku, Kobe, Japan.
Das Nankin-machi ist ein dichtes chinesisches Handelsviertel in Kōbe mit über einhundert Restaurants und Fachgeschäften, die sich um zwei Hauptstraßen konzentrieren. Der zentrale Platz, wo diese Straßen aufeinander treffen, bildet das Herz des Viertels und zieht täglich viele Besucher an.
Das Viertel entstand 1868, als chinesische Kaufleute aus den Provinzen Guangdong und Fujian sich in der Nähe des Hafens von Kōbe niederließen, nachdem dieser für den Außenhandel geöffnet worden war. Die Siedlung wuchs schnell zu einem wirtschaftlichen Zentrum heran, in dem chinesische Händler und ihre Familien lebten.
Die Eingangstore und der Guan-Tempel prägen das Erscheinungsbild dieses Viertels, wo chinesische Traditionen im Straßenbild erkennbar sind. Besucher sehen überall rote Laternen und chinesische Schriftzeichen, die dem Ort sein unverwechselbares Aussehen geben.
Das Viertel liegt etwa fünf Gehminuten südlich des Bahnhofs Motomachi und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die meisten Geschäfte und Restaurants sind während der Geschäftszeiten tagsüber und am frühen Abend geöffnet, sodass Besucher flexibel planen können.
Ein zentraler Pavillon trägt Steinschnitzereien aller zwölf chinesischen Tierkreiszeichen, die das traditionelle Kalendersystem darstellen. Diese Kunstwerke bieten Besuchern einen grafischen Überblick über ein System, das in China seit Jahrtausenden verwendet wird.
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