Enryaku-ji, Buddhistischer Tempel am Berg Hiei, Japan
Enryaku-ji ist ein buddhistischer Tempel auf dem Berg Hiei in Japan, der sich über drei Hauptareale erstreckt: Todo, Saito und Yokawa. Jeder Bereich enthält Hallen, Pagoden und Schreine, die zwischen Zedern und alten Steintreppen stehen und miteinander durch Wanderwege verbunden sind.
Der Mönch Saicho gründete den Tempel im Jahr 788, um die Lehren der Tendai-Schule in Japan zu verankern. Oda Nobunaga ließ die Anlage im Jahr 1571 niederbrennen, woraufhin ein großer Teil im Jahr 1642 wieder aufgebaut wurde.
Die Mönche ziehen sich hier zurück, um intensive Meditationszyklen zu absolvieren, während Pilger zu den Altären kommen, um Sutren zu rezitieren und Räucherstäbchen anzuzünden. Viele Gläubige nehmen an Morgenritualen teil, bei denen Glocken läuten und Gesänge durch die Hallen klingen, sodass sich der Rhythmus des klösterlichen Lebens hautnah erleben lässt.
Cable Cars von der Stadt Sakamoto und Busse vom Bahnhof Kyoto bringen Besucher auf den Berg, wobei jeder Tempelbereich einen separaten Eintrittspreis verlangt. Der Weg zwischen den Arealen kann steil und rutschig werden, festes Schuhwerk erleichtert das Gehen erheblich.
Ausgewählte Mönche absolvieren hier die sogenannte Kaihogyo-Praxis, bei der sie über 1000 Tage hinweg jeden Tag durch Bergpfade wandern und dabei Meditation mit extremer körperlicher Belastung verbinden. Diese Tradition gilt als eine der härtesten spirituellen Übungen im japanischen Buddhismus und ist weiterhin aktiv.
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