Higashiyoshino, Ort in der Präfektur Nara, Japan
Higashiyoshino ist ein Bergdorf im Bezirk Yoshino der Präfektur Nara, das von dichten Wäldern umgeben und vom Fluss Takami durchquert wird. Die Siedlung besteht aus traditionellen Zedernholzhäusern, einem Straßenmarkt mit lokalen Produkten sowie historischen Schreinen, die mit regionalen Legenden verbunden sind.
Das Dorf entstand 1958, als die drei Gemeinden Ogawa, Takami und Shigo zu einer einzigen Siedlung zusammengelegt wurden. Schon vor dieser Vereinigung war die Gegend bekannt, denn 1905 wurde hier der letzte bekannte japanische Wolf des Landes getötet.
Das Dorf ist heute ein Treffpunkt für Töpfer, die traditionelle japanische Brenntechniken in restaurierten alten Häusern anwenden. Besucher können an Workshops teilnehmen und lernen, wie Teeschalen und Blumenvasen von Hand geformt werden.
Für die Erkundung des Dorfes ist ein Auto oder Fahrrad notwendig, da kein Bahnhof vorhanden ist und viele Orte abgelegen sind. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es mit Thermalquellen oder Zeltplätzen, und für die Verpflegung empfiehlt sich ein Besuch des Restaurants in einem umgebauten Schulgebäude.
Der Schädel des letzten japanischen Wolfes, der hier 1905 erlegt wurde, befindet sich heute als Sammlungsstück im British Museum in London. Am Ufer des Takami-Flusses erinnert eine Bronzestatue an das ausgestorbene Tier, das in der lokalen Überlieferung als Berggottheit verehrt wurde.
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