Minami-daitō, Gehobenes Atoll in der Präfektur Okinawa, Japan
Minamidaitō ist eine gehobene Koralleninsel in der Präfektur Okinawa, Japan, die eine ovale Form mit steilen Kalksteinklippen bildet, die sich etwa 75 Meter über den Meeresspiegel erheben. Das Innere der Insel beherbergt mehr als 100 Höhlensysteme, die sich durch das poröse Kalksteingestein ziehen und unterirdische Seen sowie Passagen enthalten.
Die russische Fregatte Borodino entdeckte die Insel im Jahr 1820, was zu ihrer früheren Bezeichnung als Süd-Borodino-Insel führte. Die japanische Besiedlung begann im Jahr 1900, als Pioniere aus der Hauptinsel Okinawa kamen, um Zuckerrohr anzubauen und eine Gemeinde zu gründen.
Der auf der Insel angebaute Zuckerrohr wird vor Ort zu Rum verarbeitet, der unter dem Namen Cor Cor verkauft wird und bei Besuchern als lokale Spezialität gilt. Die Landwirtschaft prägt das tägliche Leben der Bewohner, die oft ihre Felder mit kleinen Maschinen zwischen den Kalksteinfelsen bearbeiten.
Die Anreise erfolgt per Flugzeug vom Flughafen Naha in etwa 70 Minuten oder mit einer monatlichen Fähre, die rund 15 Stunden benötigt. Wer die unterirdischen Seen erkunden möchte, sollte sich im Voraus für geführte Höhlentouren anmelden, da der Zugang nur mit Begleitung möglich ist.
Das Höhlensystem Akiba Chiteiko enthält einen unterirdischen See, der nur durch enge Felspassagen erreichbar ist und eine konstante Temperatur das ganze Jahr über hält. Der See liegt tief unter der Oberfläche, wo kein Tageslicht eindringt und die Stille nur vom Tropfen des Wassers durchbrochen wird.
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