Burg Inuyama, Nationalschatz Burg in Inuyama, Japan
Inuyama Castle erhebt sich auf einem Hügel neben dem Kiso-Fluss und besteht aus einem vierstöckigen Holzturm mit massiven Steinmauern an der Basis. Das oberste Stockwerk bietet einen offenen Umgang, von dem aus man den Fluss und die umliegenden Berge überblicken kann.
Oda Nobuyasu, ein Onkel von Oda Nobunaga, ließ den Bergfried 1537 errichten, als die Region unter ständigen Konflikten zwischen rivalisierenden Kriegsherren litt. Die Struktur überstand Erdbeben, Kriege und die Modernisierung der Meiji-Zeit, was ihre Bauweise als außergewöhnlich widerstandsfähig ausweist.
Der ursprüngliche Name Hakutei-jō stammt von einem chinesischen Gedicht über einen weißen Kranich, der über dem Yangtze-Fluss schwebt. Dieser poetische Bezug zeigt, wie japanische Burgherren chinesische Gelehrsamkeit in ihre Herrschaftssymbole einwebten.
Besucher erreichen den Hügel in etwa 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Inuyama aus, wobei der Weg durch die Altstadt führt. Die steilen Holztreppen im Inneren erfordern festes Schuhwerk und etwas Vorsicht, besonders auf den oberen Ebenen.
Die Familie Naruse besaß die Anlage über ein Jahrhundert lang als Privatbesitz, bis sie 2004 die Eigentumsrechte an eine gemeinnützige Stiftung übertrug. Dieser ungewöhnliche Status unterschied sie von allen anderen großen Burgen im Land, die längst in staatlichem Besitz waren.
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