Flughafen Ibaraki, Militär- und Zivilflugplatz in Omitama, Japan
Dieser Flughafen in Omitama dient sowohl dem zivilen Flugverkehr als auch der japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte und verfügt über zwei Start- und Landebahnen sowie ein Terminal von rund 7800 Quadratmetern. Die Anlage liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Tokio und wird von mehreren inländischen Fluggesellschaften angeflogen, während Militäreinheiten den östlichen Teil der Infrastruktur nutzen.
Das Gelände wurde 1937 von der kaiserlichen japanischen Marine als Hyakuri-Flugfeld angelegt und fiel nach 1945 vorübergehend an Landwirte zurück, bevor es 1956 als Militärbasis wiedereröffnet wurde. Der zivile Verkehr begann erst 2010, als das Terminal für Passagierflüge eingeweiht wurde.
Der ursprüngliche Name Hyakuri bezieht sich auf einen nahen Ort in der Präfektur Ibaraki, und viele Einheimische nutzen diese Bezeichnung noch heute. Passagiere sehen oft Militärflugzeuge neben zivilen Maschinen auf dem Rollfeld, was die gemischte Nutzung sichtbar macht.
Direkte Busverbindungen vom Terminal erreichen den Bahnhof Tokio in etwa zwei Stunden, und kostenlose Shuttles fahren zu bestimmten Hotels in der Präfektur. Reisende sollten früh eintreffen, da Sicherheitskontrollen aufgrund der militärischen Präsenz gründlicher ausfallen können als an rein zivilen Flughäfen.
Ein sowjetischer MiG-25-Jäger landete hier 1976 nach einer Flucht aus Russland und wurde von amerikanischen Technikern untersucht, bevor er an die Sowjetunion zurückgegeben wurde. Dieser Vorfall brachte der Basis internationale Aufmerksamkeit und beeinflusste damals die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und der UdSSR.
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