Seiryō-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Sagano, Japan
Seiryō-ji ist ein Tempel der Jōdo-Sekte im Stadtbezirk Ukyō in Kyoto, auch Saga Shakadō genannt. Seine 1703 wiedererrichtete Haupthalle birgt eine 160 cm hohe Shakyamuni-Statue von 985 aus chinesischem Kirschbaumholz. Die Tafel an der Halle trägt die von Ingen geschriebene Inschrift „Auspizienbild aus Sandelholz“.
Die Anlage steht dort, wo einst der Sitz von Minamoto no Toru lag, einer Figur aus dem 9. Jahrhundert. Sein Leben diente später als Vorbild für den Protagonisten im Roman Die Geschichte vom Prinzen Genji.
Der Tempel heißt auch Saga Shakadō, nach der Halle mit der Shaka-Statue. Seit 1279, als der Mönch Engaku hier Yuzu Nenbutsu praktizierte, ist er ein Zentrum dieser Tradition. Das Saga Dainenbutsu wurde erstmals 1443 gefeiert, und das Saga-Dainenbutsu-Kyōgen, das Engaku gegründet haben soll, wird im Kyōgen-dō beim Westtor aufgeführt.
Der Tempel liegt in Sagashakado Fujinoki-chō im Bezirk Ukyō; von der Togetsukyō-Brücke in Arashiyama geht man gerade nach Norden und steht vor dem zweistöckigen Niō-Tor, dem sogenannten Gesicht von Sagano. Dahinter erhebt sich die Haupthalle, umgeben von Amida-Halle, Glockenturm und dem Reihokan, das die Amida-Triade birgt. Die Tafel „Sendarui-zō“ an der Halle stammt von dem Ōbaku-Mönch Ingen.
Die Hauptfigur des Tempels ist kein verborgener Buddha, sondern eine Schnitzerei von 985 der chinesischen Bildhauer Zhang Yanjiao und Zhang Yanxiu, die in der offenen Haupthalle steht. Als sich 1953 die Rückwand löste, fielen Song-Münzen heraus; 1954 wurden daraufhin elf Seidenmodelle von Organen entdeckt.
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