Burg Aizu-Wakamatsu, Japanische Burg in Aizuwakamatsu, Japan
Die Burg Aizuwakamatsu, auch Burg Tsuruga genannt, ist eine Burg vom Typ Hirayama am Südrand der alten Burgstadt, deren zentraler Honmaru von Ni-no-maru, San-no-maru, Kita-demaru und Nishi-demaru umgeben ist. Der heutige Turm ist ein äußerer Nachbau aus Stahlbeton von 1965: weiße Wände, dunkle Ziegeldächer mit geschwungenen Traufen, ein umlaufender Balkon am obersten Geschoss und ein Sockel aus unregelmäßigen grauen Steinblöcken. 2011 erhielten die Dachziegel wieder die rote Farbe von vor dem Abriss in der Meiji-Zeit.
Ashina Naomori ließ hier 1384 die Burg Kurokawa errichten, die die Ashina bis zur Eroberung durch Date Masamune 1589 hielten. Gamō Ujisato baute sie 1592 zur modernen Burg um und benannte sie in Burg Tsuruga um; die Katō errichteten den Turm nach dem Erdbeben von 1611 neu. 1868 über einen Monat belagert, wurde sie im November übergeben und bis 1874 abgetragen; der Betonturm stammt von 1965.
Die Burg heißt auch Tsuruga-Burg, den Namen, den sie 1593 mit der Fertigstellung des siebenstöckigen Turms von Gamō Ujisato erhielt; die Einheimischen verwenden ihn noch. Das Teehaus Rinkaku, ein wichtiges Kulturgut der Präfektur Fukushima, wurde 1990 in den inneren Burghof zurückversetzt und dient Teezeremonien.
Die Burg liegt in Otemachi am Südrand der alten Burgstadt, betreten wird sie von Norden, wo sich die Stadt noch ausdehnt. Busse vom Bahnhof Aizuwakamatsu halten an Tsurugajo Nishi-guchi oder Tsurugajo San-no-maru-guchi, etwa fünf Gehminuten entfernt; im San-no-maru-Viertel außerhalb der historischen Stätte liegen ein Stadion, ein städtisches Schwimmbad und das Präfekturmuseum Fukushima. Kostenlose freiwillige Führer können über die städtische Tourismusgesellschaft für einen Rundgang um die Anlage gebucht werden.
Der wiederaufgebaute Turm verwendet modernen Stahlbeton statt des ursprünglichen Holzgerüsts, was bei der Begehung durch die gleichmäßige Stabilität der Böden spürbar wird. Trotz dieser Änderung folgt die äußere Form dem historischen Vorbild und bewahrt das traditionelle Erscheinungsbild.
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