Meiji Seimei Kan, Neoklassizistisches Bürogebäude in Marunouchi, Japan
Meiji Seimei Kan ist ein neoklassizistisches Bürogebäude in Marunouchi, das mit seiner symmetrischen Fassade aus korinthischen Säulen über fünf Etagen auffällt. Die Struktur erhebt sich acht Geschosse über dem Boden und umfasst zwei Kellerebenen, die einen großzügigen Grundriss für Firmenbüros bieten.
Der Architekt Shinichiro Okada vollendete das Bauwerk 1934 als Hauptsitz der Lebensversicherungsgesellschaft während einer Zeit rascher Modernisierung in Tokio. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die alliierten Besatzungstruppen das Gebäude und richteten darin das Hauptquartier der Luftstreitkräfte für den Fernen Osten ein.
Der Name stammt von der Meiji Yasuda Lebensversicherung, die das Gebäude als Hauptsitz nutzte und weiterhin Büros in den oberen Etagen unterhält. Im Erdgeschoss empfängt das Kundenberatungszentrum Besucher in einer Eingangshalle mit polierten Steinfußböden und hohen Decken, die den formalen Charakter des Bauwerks unterstreichen.
Das Beratungszentrum im Erdgeschoss ist während der üblichen Bürozeiten an Wochentagen für Versicherungskunden geöffnet, während die oberen Etagen geschlossen bleiben. Besucher können die Außenfassade und den Eingangsbereich frei betrachten, sollten jedoch bedenken, dass es sich um ein funktionierendes Bürogebäude handelt.
Im Jahr 1997 erhielt das Bauwerk als erstes Gebäude aus der Showa-Ära die Anerkennung als wichtiges Kulturgut Japans. Diese Auszeichnung markierte einen Wendepunkt in der Denkmalpflege, da zuvor nur ältere Bauwerke aus der Meiji- und Taisho-Zeit geschützt wurden.
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