Naniwa Palace, Kaiserliche Palastruinen in Chūō-ku, Japan
Naniwa Palace ist eine historische Stätte in Chūō-ku, Japan, deren freigelegte Überreste die Grundmauern mehrerer Pavillons und Verwaltungsgebäude zeigen, die durch Kieswege miteinander verbunden waren. Die Anlage umfasst rechteckige Steinplattformen, auf denen einst hölzerne Säulen die Dächer trugen, sowie Entwässerungsgräben, die den Wasserfluss regulierten.
Kaiser Kōtoku verlegte 645 den Regierungssitz hierher und schuf damit Japans erste dauerhafte Hauptstadt nach chinesischem Vorbild. Ein Brand zerstörte die erste Anlage 686, woraufhin Kaiser Shōmu Anfang des achten Jahrhunderts einen zweiten Palast über den Ruinen errichten ließ.
Der Palast erscheint heute als großflächige Anlage mit freigelegten Grundmauern, die sich über mehrere Hektar erstrecken und durch niedrige Steinlinien die ursprüngliche Raumaufteilung zeigen. Besucher können die Dimensionen der ehemaligen Thronsäle und Wohnbereiche direkt ablesen, da die Fundamente exakt an ihrem ursprünglichen Platz erhalten wurden.
Die Ruinen liegen auf einem erhöhten Plateau und sind vollständig zu Fuß erreichbar, mit gepflasterten Wegen, die zwischen den Fundamenten verlaufen. Ein angrenzendes Museum bietet Zugang zu unterirdischen Lagerräumen und zeigt Objekte aus den Ausgrabungen, was den Rundgang durch das Freigelände ergänzt.
Archäologen entdeckten unter den Ruinen der zweiten Palastanlage die verkohlten Holzreste der ersten, was den genauen Zeitpunkt des Brandes nachweisen konnte. Die Überlagerung beider Gebäude zeigt, wie spätere Baumeister die älteren Grundrisse übernahmen und leicht erweiterten.
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