Kōfuku-ji, Buddhistischer Tempel in Nara, Japan
Kōfuku-ji ist ein buddhistischer Tempelkomplex in Nara, Japan, der für seine beiden Pagoden bekannt ist, darunter ein fünfstöckiger Turm aus Holz mit 50,1 Metern Höhe. Der weitläufige Bereich umfasst mehrere Hallen, ein Museum für religiöse Kunstwerke und freie Grünflächen zwischen den einzelnen Gebäuden.
Die Anlage entstand ursprünglich 669 in Kyoto als Familientempel der Fujiwara und zog 710 mit der Hauptstadt nach Nara um. Während der Nara- und Heian-Zeit wuchs der Komplex zu einem der mächtigsten religiösen Zentren Japans.
Der Name bedeutet wörtlich Tempel der Förderung des Glücks und verweist auf die ursprüngliche Absicht der Stifter, durch religiöse Praxis Wohlstand zu sichern. Besucher bemerken heute vor allem die große Zahl an Statuen im Museum, die als Gruppe einen Einblick in die frühe buddhistische Bildhauerkunst geben.
Der Tempelbereich ist das ganze Jahr frei zugänglich, während einzelne Hallen und das Museum separaten Eintritt verlangen. Die zentrale Halle und die Pagoden liegen nah beieinander, sodass ein Rundgang in etwa einer Stunde machbar ist.
Die zentrale Halle wurde erst 2018 vollständig wiederaufgebaut, nachdem sie mehr als drei Jahrhunderte lang als Ruine lag. Dieser Wiederaufbau verwendete traditionelle Holzbautechniken, um das ursprüngliche Aussehen aus dem 8. Jahrhundert wiederherzustellen.
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