Jison-in Temple, Buddhistischer Tempel in Kudoyama, Japan.
Jison-in ist ein Shingon-Tempel am Fuß eines bewaldeten Hangs in Kudoyama, am Beginn des Pilgerwegs Koyasan Choishimichi. Die zweistöckige Haupthalle, der Miroku-do, hat ein unteres Dach aus grauen Ziegeln mit roten Konsolen, eine weiße Fassade mit grünen Feldern und roten Türen und darüber einen kleineren zylindrischen Abschnitt mit roten und weißen Bändern unter einem breiten Ziegeldach, gekrönt von einer metallenen Spitze an Ketten. Die Halle wurde in der späten Kamakura-Zeit wiedererrichtet, ist drei Joche breit und hat ein pyramidenförmiges Dach aus Zypressenrinde.
816 erhielt Kūkai das Gelände des Kōyasan von Kaiser Saga und errichtete Jison-in am Fuß des Amabuki-Berges in Kudoyama als Verwaltungssitz (Kōya mandokoro) und Herberge des Berges, mit einer dem Miroku geweihten Halle, Jishiji. Seine Mutter, die den für Frauen gesperrten Berg nicht betreten durfte, wohnte hier und starb 835; Kūkai stiftete daraufhin eine Gedenkhalle, und der Name Jison-in leitet sich von Jison, einem anderen Namen des Miroku, ab. Überschwemmungen des Kinokawa 1540 und 1544 zerstörten die meisten Gebäude, die an den heutigen Standort des Miroku-dan verlegt wurden.
Jison-in heißt „Nyonin Koya“, der Tempel, in dem Frauen beteten, denen der Gipfel des Koyasan verwehrt war. Kukais Mutter Tamayori Gozen kam aus Sanuki und blieb hier, dem Miroku-Buddha zugewandt; nach ihrem Tod 835 erhielt der Tempel den Namen Jison, einen anderen Namen für Miroku. Die Votivtafeln sind brustförmig und tragen eine Stoffbrust, gestiftet von Frauen, die um Milch und eine sichere Geburt bitten.
Jison-in liegt etwa 1,5 km bzw. 25 bis 30 Gehminuten vom Bahnhof Kudoyama an der Nankai-Koya-Linie entfernt. Vom Tempelbezirk führt eine Steintreppe am 180. Choishi-Steinmarker vorbei hinauf zum Niukanshofu-Schrein, sodass der Tempel den Ausgangspunkt des Pilgerwegs Koyasan Choishimichi bildet. Das Gelände gehört zum nationalen historischen Stättenbereich dieses Weges.
Die Hauptfigur der Haupthalle, ein 91 cm hoher sitzender Miroku aus Holz, ist Nationalschatz und durch eine Tuscheinschrift von 892 auf seinem Gewand datiert; gezeigt wird er nur alle 21 Jahre, passend zu Kūkais Todestag am 21. Die Votivtafeln des Tempels tragen Stoffbrüste, gestiftet von Frauen, die um Milch und eine sichere Geburt beten.
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