Kōenji, Kulturviertel in Suginami-ku, Japan
Kōenji ist ein Viertel im westlichen Teil Tokios, wo sich enge Straßen mit Secondhand-Läden, Musikbars und kleinen Boutiquen durch überdachte Einkaufspassagen ziehen. Die Gassen führen von der Bahnstation aus in verschiedene Richtungen und verbinden Märkte, Galerien und Veranstaltungsräume miteinander.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand hier eine Wohngegend, die Familien und Arbeiter in einfachen Häusern aufnahm. In den 1970er Jahren zogen Studenten und Musiker in die billigen Räume und eröffneten Clubs, die das Viertel in eine Szene für Rockmusik und Subkultur verwandelten.
In den Gassen leben kleine Theater und Kaffeehäuser neben Plattengeschäften, die jeden Tag Besucher anlocken, die nach lokaler Musik, Mode und Kunst suchen. Der Name stammt von einem buddhistischen Tempel in der Nähe, dessen Einfluss sich noch heute in kleinen Schreinen und traditionellen Feiern zeigt.
Die Bahnlinie JR Chūō bringt Besucher zur Hauptstation, von der aus man zu Fuß die Gassen erkunden kann. Die meisten Läden und Bars öffnen am Nachmittag und bleiben bis spät in die Nacht geöffnet, besonders am Wochenende.
Jedes Jahr im August findet ein Straßenfestival statt, bei dem Tanzgruppen in bunten Kostümen durch die Hauptstraßen ziehen. Über 10 000 Menschen nehmen an den Umzügen teil, die mehrere Tage dauern und das ganze Viertel in eine offene Bühne verwandeln.
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