Kenkun Shrine, Shinto-Schrein in Kita-ku, Japan
Der Takeisao-Schrein, meist Kenkun genannt, steht auf dem Gipfel des Berges Funaoka. Seine hölzerne Haupthalle, 1880 erbaut und 1910 hierher versetzt, trägt ein steiles, dunkles Satteldach mit Metallbeschlägen am First und an den Traufen. Über die Fassade hängt ein heiliges Seil mit fünf Zickzack-Papierstreifen, davor stehen ein niedriger Holzgitterzaun und eine Reihe orangefarbener Pfosten, rechts führen Steinstufen hinauf.
Das Heiligtum wurde 1870 gegründet, um einen bedeutenden Feldherrn aus dem 16. Jahrhundert zu ehren, der eine zentrale Rolle in der Vereinigung Japans spielte. Die Gründung fiel in die Zeit, als Japan sich modernisierte und traditionelle heilige Orte neu etablierte.
Der Name des Schreins wird eigentlich Takeisao gelesen, doch geläufig heißt er Kenkun-san. Sein Fest, das Funaoka Matsuri, findet am 19. Oktober statt, dem Tag von Nobunagas Einzug in Kyoto 1568; Jungen in Samurai-Rüstung stellen sein marschierendes Heer dar. Auf dem Gelände liegen der untergeordnete Funaoka-Myōken-Schrein, der der lokalen Gottheit des Berges Funaoka gilt, und der Yoshiteru-Inari-Schrein.
Der vordere Zugang von der Bushaltestelle Kenkun Shrine ist eine steile Steintreppe. Wer sie umgehen will, geht in etwa acht Minuten von der Haltestelle Funaoka zum Nordzugang. Der Schrein liegt am mittleren Hang des Funaoka-Berges; vom erhöhten Gelände blickt man zum Daimonji- und zum Hiei-Berg.
Die Andachtshalle bewahrt bemalte Holztafeln der 36 Gefolgsleute auf, die bei der Gründung des Schreins ausgewählt wurden; sie stammen von Morimoto Kōchō, einem Nachfahren des Gefolgsmanns Ikeda Tsuneoki. Seit 2021 werden diese Tafeln gewechselt, jährlich sind 12 zu sehen, sodass ein Besucher jeweils nur ein Drittel des Satzes erblickt.
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