Jimbō-chō, Buchhandelsviertel in Chiyoda, Japan
Jinbōchō ist ein Stadtteil in Tokio mit über 150 Buchhandlungen, die die Straßen säumen und alles von zeitgenössischer Literatur bis zu wissenschaftlichen Texten und antiquarischen Büchern anbieten. Die Läden reichen vom großen Geschäft bis zum winzigen Antiquariat, jedes mit seiner eigenen Auswahl und Spezialisierung.
Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in dieser Gegend Schulen für Fremdsprachenunterricht, was den Stadtteil anlockte. Mit der Zeit öffneten Buchhandlungen, um die Studierenden mit Büchern zu versorgen, und das Viertel wandelte sich zum Literaturzentrum.
Der Stadtteil ist seit über einem Jahrhundert ein Treffpunkt für Leser, Autoren und Verleger, die hier ihre Leidenschaft für Bücher teilen. Die Buchhandlungen prägen das tägliche Leben und schaffen einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um sich über Literatur auszutauschen.
Das Viertel ist über die Station Jinbōchō gut erreichbar, die an drei U-Bahn-Linien angebunden ist und von überall in Tokio schnell zu erreichen ist. Es ist das beste, früh am Tag zu besuchen, da die Buchhandlungen normalerweise erst am Nachmittag richtig belebt sind.
Viele Buchhandlungen hier haben sich auf seltene und vergriffene Ausgaben spezialisiert, was Sammler und Bibliophile anzieht, die sonst nirgendwo anders solche Schätze finden würden. Manche Geschäfte betreiben diese Suche so leidenschaftlich, dass sie wie kleine Museen für literarische Raritäten wirken.
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