Kimpusen-ji, Buddhistischer Tempel in Yoshino, Japan
Kimpusen-ji ist ein buddhistischer Tempel in Yoshino und umfasst die Zaō-Halle, die zweitgrößte Holzkonstruktion Japans, die der Gottheit Zaō gongen gewidmet ist. Die Anlage erstreckt sich auf dem bewaldeten Hang des Berges Yoshino und verbindet mehrere Gebäude durch Treppen und gepflasterte Wege miteinander.
En no Gyōja gründete den Ort im 7. Jahrhundert als Zentrum für Bergaskese und legte damit den Grundstein für die Entwicklung des Shugendō. Die Zaō-Halle wurde mehrfach wiederaufgebaut, zuletzt nach einem Brand im späten 16. Jahrhundert unter dem Shogunat Toyotomi.
Der Tempel dient als Hauptsitz der Kinpusen-Shugendō-Tradition, die buddhistische Lehren mit der Verehrung heiliger Berge verbindet. Pilger und Besucher erleben diese Synthese durch Rituale und Zeremonien, die noch heute im Inneren der Halle stattfinden.
Der Zugang erfolgt über Pilgerwege durch die Kii-Bergkette, wobei die steilen Anstiege festes Schuhwerk erfordern. Führungen werden das ganze Jahr über angeboten und helfen beim Verständnis der religiösen Bedeutung der Anlage.
Das Innere der Zaō-Halle beherbergt drei kolossale Statuen des Zaō gongen, jede über 7 Meter hoch, die normalerweise verhüllt bleiben. Diese Figuren werden nur bei seltenen zeremoniellen Anlässen der Öffentlichkeit gezeigt, was ihnen eine besondere Aura verleiht.
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