Kamiyashiki of Matsudaira Tadamasa, Samurai-Residenz in Ōtemachi, Japan
Das Kamiyashiki war eine großflächige Samurai-Residenz in Ōtemachi mit hohen weißen Mauern, Wachtürmen und mehreren Eingängen sowie einem kleinen Wassergraben an drei Seiten. Der Komplex war nach dem Shoin-Prinzip der traditionellen japanischen Bauweise gestaltet und nutzte großflächige Dachkonstruktionen aus Kryptomerienholz.
Die Residenz gehörte Matsudaira Tadamasa, einem Daimyo der Fukui-Domäne und Enkel von Tokugawa Ieyasu, bis sie während des Großbrandes von 1657 zerstört wurde. Dieses Ereignis markierte das Ende eines der bedeutendsten Samurai-Wohnkomplexe der frühen Edo-Hauptstadt.
Der Wohnkomplex folgte japanischen Gestaltungsprinzipien mit Elementen aus der Momoyama-Periode und zeigte traditionelle Bauweisen, die für Samurai-Residenzen dieser Zeit typisch waren. Die Architektur spiegelte den sozialen Status des Hausherrn wider und prägte das Erscheinungsbild des Viertels nachhaltig.
Das Edo-Tokyo-Museum zeigt ein detailliertes Modell im Maßstab 1:30 der Residenz, das einen genauen Blick auf die Architektur ermöglicht. Besucher können durch dieses Modell die Raumanordnung und Konstruktionsmethoden einer Samurai-Residenz dieser Zeit verstehen.
Der Komplex verfügte über ein spezielles Torhaus mit goldenen Phönix-Verzierungen, das ausschließlich für Besuche des Shoguns und anderer hochrangiger Gäste vorgesehen war. Dieses prächtige Eingangstor war ein Symbol der Nähe des Hausherrn zur politischen Macht während der Edo-Zeit.
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