Tuol-Sleng-Genozid-Museum, Gefängnismuseum in Phnom Penh, Kambodscha.
Die ehemalige Schule besteht aus fünf Gebäuden mit erhaltenen Zellen, Folterkammern, Fotografien und persönlichen Gegenständen der Opfer aus den Jahren 1975 bis 1979. Die Klassenräume wurden in winzige Zellen unterteilt, während größere Räume für Verhöre und Folter eingerichtet wurden. An den Wänden hängen Tausende von Fotografien der Gefangenen.
Das Regime der Roten Khmer verwandelte diese Bildungseinrichtung 1975 in das Sicherheitsgefängnis 21, wo zwischen 1975 und 1979 über 20.000 Menschen inhaftiert und gefoltert wurden. Nach der vietnamesischen Befreiung im Januar 1979 wurden Leichen und Überlebende entdeckt. Die kambodschanische Regierung eröffnete das Gelände 1980 als Museum.
Das Museum organisiert während des Pchum Ben-Festes Gedenkzeremonien, bei denen buddhistische Mönche und Gemeindemitglieder zusammenkommen, um die Opfer von S-21 zu ehren. Die Stätte dient als nationales Denkmal für die Ermordeten der Roten Khmer und spielt eine zentrale Rolle bei der Aufarbeitung der Vergangenheit Kambodschas.
Das Museum ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet und befindet sich etwa 3 Kilometer südwestlich des Königspalastes. Audioguides sind in mehreren Sprachen verfügbar und werden empfohlen, um die umfangreiche Dokumentation zu verstehen. Besucher sollten mindestens zwei Stunden einplanen und respektvolle Kleidung tragen.
Von etwa 20.000 Inhaftierten überlebten nur zwölf Personen ihre Gefangenschaft in S-21, einige aufgrund ihrer technischen Fertigkeiten. Einer der Überlebenden, Bou Meng, kehrt regelmäßig zurück, um seine Geschichte zu teilen und seine Kunst im Museum zu verkaufen, während andere überlebende Zeugen für Tribunale aussagten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.