Puyongdang, Pavillon auf einem Lotusteich in Haeju, Nordkorea
Puyongdang ist ein Pavillon mit Satteldach in einem Lotusbecken in Puyong-dong, Haeju, der von 33 Granitsäulen getragen und durch eine Brücke mit dem benachbarten Uihyang-Pavillon verbunden ist. Er ist 10,5 Meter hoch, besitzt umlaufende Geländer und ist der einzige Wasserpavillon Nordkoreas. Becken, Pavillon und Uihyang-Pavillon werden zusammen Puyongdang genannt.
Der Teich wurde 1354 als Brandschutzbecken beim Bau der Festung Haeju angelegt; später gaben ihm Lotusblumen seinen Namen. Im 15. Jahrhundert kam ein Pavillon namens Uihyang-gak hinzu, und die Puyong-Halle wurde 1500 vor dem Yong-Tor errichtet und 1526 über den Teich erweitert. Im Koreakrieg wurde sie fast vollständig zerstört und 1953 wieder aufgebaut.
Der Name Puyongdang bedeutet „Lotos-Halle“, weil der Teich sich mit Lotosblüten füllte, deren Duft weithin bekannt war. Heute bezeichnet der Name Teich, Nonghyanggak-Pavillon und Halle gemeinsam, und der Ort zählt zu den Acht Ansichten von Haeju. Ein nahes Denkmal erinnert an einen Aufenthalt König Seonjos.
Puyongdang steht in einem Lotusbecken in Puyong-dong, Haeju, und ist nur über offizielle nordkoreanische Tourismuskanäle mit einem Führer erreichbar. Der Pavillon ist ein Aussichtsbau, kein Innenraum, daher betrachtet man ihn vom Beckenrand aus. In der Nähe steht die Stele, die an den Aufenthalt König Seonjos erinnert und beim selben Besuch besichtigt werden kann.
Der Teich trägt eine lokale Legende: Frösche quakten Tag und Nacht, bis ein General namens Nam Worte auf ein Papier schrieb und es ins Wasser warf; das Quaken hörte auf und die Dorfbewohner schliefen. Der Pavillon ist Nationalschatz Nr. 68 und eines der Acht Ansichten von Haeju.
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