Daeseong-dong, Grenzsiedlung in Paju, Südkorea
Daeseong-dong ist eine Zivilsiedlung innerhalb der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Etwa 140 Menschen leben dort in einem Gebiet, das landwirtschaftlich geprägt ist und unter strenger militärischer Kontrolle steht.
Die Siedlung entstand während des Koreakrieges als einzige Zivilsiedlung, der es erlaubt wurde, im südlichen Teil der DMZ zu bleiben. Sie wurde gegründet, um die südkoreanische Präsenz in dieser sensiblen Grenzzone zu bewahren.
Die Bewohner pflegen landwirtschaftliche Traditionen und haben sich dabei an das Leben in dieser besonderen Zone angepasst. Sie arbeiten auf Reisfeldern und engagieren sich in Programmen, die über die koreanische Teilung aufklären.
Der Zugang erfordert vorherige militärische Genehmigung und ein strukturiertes Verfahren für Besucher. Die Bewohner unterliegen einer nächtlichen Ausgangssperre und erhalten im Gegenzug Steuerbefreiungen und landwirtschaftliche Subventionen.
Die Grundschule vor Ort unterrichtet nur wenige Schüler pro Klasse, da Kinder von außerhalb täglich zur Schule fahren. Diese kleine Schulgemeinschaft bietet einen ungewöhnlichen Einblick in das Bildungsleben an dieser Grenze.
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