Seongsu-Brücke, Auslegerbrücke über den Han-Fluss in Seoul, Südkorea
Die Seongsu-Brücke überspannt den Han mit einer Gesamtlänge von fast 1200 Metern (über 3800 Fuß) und verbindet den Bezirk Seongdong mit Gangnam auf der gegenüberliegenden Flussseite. Die Überführung besteht aus mehreren Fahrspuren für Kraftfahrzeuge und weist eine Konstruktion mit Auslegerträgern auf, die ohne Pfeiler im Flussbett auskommt.
Die Arbeiten an der Verbindung begannen Mitte der 1970er-Jahre, als Seoul große Investitionen in Verkehrsbauten unternahm. Der Abschluss des Projekts erfolgte 1979 nach vier Jahren Bauzeit.
Zugang über die Nahverkehrsknotenpunkte rund um den Fluss ermöglicht es Bewohnern, den Park und die Wege am Wasser für Morgenläufe oder Picknicks zu nutzen. An Wochenenden versammeln sich Gruppen zum Radfahren oder Spazieren und nutzen die Grünflächen am Ufer.
Mehrere Buslinien fahren an beiden Enden entlang, und U-Bahn-Stationen liegen in Gehweite, sodass Fußgänger bequem von einem Bezirk zum anderen gelangen. Der Verkehr kann zu Stoßzeiten dicht sein, daher empfiehlt sich frühmorgens oder am späten Abend ein entspannterer Übergang.
Die Technik der freitragenden Spannweiten war zum Zeitpunkt der Fertigstellung in Südkorea relativ selten und brachte neue Ideen für den Bau weiterer Flussübergänge. Heute dient die Konstruktion als Referenz für Ingenieurstudenten, die moderne Tragwerkslösungen im urbanen Raum studieren.
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