Samnyeonsanseong, Bergfestung im Landkreis Boeun, Südkorea
Samnyeonsanseong ist eine steinerne Bergfestung im Landkreis Boeun, deren Mauern etwa 1.880 Meter entlang des Bergrückens verlaufen. Die Mauern wurden aus abwechselnd horizontalen und vertikalen Lagen flacher Steine errichtet, sind 13 bis 20 Meter hoch und 5 bis 8 Meter breit und umfassen vier Tore, sieben gebogene Wachbastionen, zwei Schleusentore und fünf Brunnen.
Samnyeonsanseong wurde 470 in der Silla-Zeit erbaut und 486 wiederaufgebaut. Im späten 7. Jahrhundert nutzte Silla es als Basis gegen Baekje und Goguryeo und sicherte damit das Han-Flusstal. Das Samguk Sagi berichtet, der Bau habe drei Jahre gedauert, daher der Name. 1973 wurde es als Historische Stätte Nr. 235 ausgewiesen.
Der Name stammt aus dem Samguk Sagi, das festhält, dass die Festung drei Jahre (sam nyeon) zum Bau brauchte; andere bringen ihn mit dem alten Ortsnamen Samnyeon-gun in Verbindung. Am Eingang wird eine in einen Felsen gravierte Kalligrafie dem Silla-Gelehrten Kim Saeng zugeschrieben.
Die Mauern ziehen sich etwa 1.880 Meter über den Grat, mit vier nahezu gleichmäßig verteilten Torbauten und sieben gebogenen Wachbastionen an den gefährdetsten Stellen. Der Fels am Eingang trägt eine eingravierte Kalligrafie, die Kim Saeng zugeschrieben wird. Vom Teich im Inneren ist nur der Umriss erhalten, und Tausende Gräber liegen an den Hängen ringsum.
Archäologische Ausgrabungen haben hier Waffen, Werkzeuge und Alltagsgegenstände aus verschiedenen Epochen ans Licht gebracht. Diese Funde zeigen, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg an diesem Ort lebten und arbeiteten.
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