Iksan Mireuksaji Stone Pagoda, Steinpagode der Mireuksa-Tempelanlage in Iksan, Südkorea
Die Iksan-Mireuksaji-Steinpagode ist eine Granitpagode auf dem Gelände des ehemaligen Mireuksa-Tempels, erbaut 639 unter König Mu. Ihr niedriger, einstufiger quadratischer Sockel trägt ein erstes Geschoss, das pro Seite in drei Joche geteilt ist, mit einer mittleren Tür und einem massiven quadratischen Pfeiler im Inneren. Die Eckpfeiler zeigen Entasis, und die Dachsteine sind dünn und breit mit leicht angehobenen Ecken. Die oberen Geschosse treten nach innen zurück, und die erhaltenen Blöcke sind unregelmäßig und teilweise gebrochen.
Die Pagode wurde 639 unter König Mu von Baekje errichtet und ist die älteste erhaltene Steinpagode Koreas. 1915 wurde sie während der japanischen Kolonialherrschaft mit Zement repariert; von 2001 bis 2019 folgte eine vollständige Demontage und Restaurierung. 2009 fand man im zentralen Pfeiler ein goldenes Reliquiar und eine Inschrift, die Königin Sataek als Stifterin nennt und das Datum 639 bestätigt.
Die 2009 gefundene Inschrift des goldenen Reliquiars nennt Königin Sataek Jideok, Tochter eines Baekje-Adligen, als Stifterin, die den Tempel gründete und am 29. Tag des ersten Monats 639 die Reliquien niederlegte. Das widerspricht dem Samguk Yusa, das die Gründung Prinzessin Seonhwa zuschreibt.
Die Pagode steht auf dem Gelände des Mireuksa-Tempels in Geumma-myeon, Iksan, Provinz Nord-Jeolla. Die Steinblöcke der oberen Geschosse sind unregelmäßig und teils gebrochen; die Westseite, die Südseite und die Hälfte der Nordseite waren vor der Restaurierung eingestürzt, sodass die heutige Form originales Mauerwerk und reparierte Partien verbindet. Eine kurze Treppe tritt an der Vorderseite des Sockels hervor.
Beim Abbau der Pagode im Jahr 2009 wurden in der Reliquienhöhlung auf dem zentralen Pfeiler ein goldener Reliquienbehälter und eine beschriftete Goldplatte gefunden. Die Inschrift nennt als Stifterin die Königin von Baekje, Tochter des Adligen Sa Taek-jeok-deok, die am 29. Tag des ersten Monats 639 die Reliquien niederlegte – ein anderer Gründer als im Samguk Yusa.
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