Historische Stätten der Baekje, UNESCO-Weltkulturerbe in Gongju, Buyeo und Iksan, Südkorea.
Die Historischen Stätten von Baekje umfassen acht archäologische Orte in den südwestkoreanischen Städten Gongju, Buyeo und Iksan, darunter Festungsanlagen, Tempelruinen und königliche Grabhügel. Jeder Standort gehört zu einer anderen Phase des Königreichs Baekje und bewahrt Überreste, die von Festungsmauern über Pagodenfragmente bis hin zu unterirdischen Grabkammern reichen.
Das Königreich Baekje wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. gegründet und nutzte diese Stätten über mehr als 600 Jahre als politische und religiöse Zentren, bis es im siebten Jahrhundert n. Chr. besiegt wurde. Der Verfall und die Zerstörung vieler Bauwerke nach der Niederlage des Königreichs erklären, warum viele Strukturen heute nur noch als Grundmauern oder Hügel sichtbar sind.
Die Steinstupas und Festungsmauern zeigen, wie Baekje-Baumeister chinesische und japanische Einflüsse mit koreanischen Techniken verbanden, was man noch heute an den erhaltenen Bauwerken ablesen kann. Besonders in Buyeo lässt sich beobachten, wie Tempelanlagen und Palastgärten einst als Orte der Macht und Andacht genutzt wurden.
Da sich die Stätten auf drei Städte verteilen, empfiehlt es sich, die Besichtigung auf mehrere Tage aufzuteilen und am besten zu beginnen, wenn die Tage noch lang sind. Jede Stadt verfügt über ein Besucherzentrum oder Museum in der Nähe der Stätten, das den Kontext zu den Ausgrabungen liefert und die Orientierung vor Ort erleichtert.
Die Grabkammer von König Muryeong in Gongju wurde 1971 zufällig bei Bauarbeiten entdeckt und war noch vollständig versiegelt, was äußerst selten ist. Dadurch konnten die Archäologen mehr als 4600 Objekte in nahezu unberührtem Zustand bergen, darunter Goldschmuck und beschriftete Grabsteintafeln, die den König eindeutig identifizieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.