Aisha Bibi, Wallfahrtsmausoleum im Bezirk Jambyl, Kasachstan.
Aisha Bibi ist ein Mausoleum aus Lehmziegeln im Bezirk Jambyl in Kasachstan, das mit geometrischen Mustern verziert ist. Die Wände zeigen über sechzig verschiedene Reliefmotive, darunter Rosetten, Kreuzformen und Schriftzüge, die in die Backsteinoberfläche eingearbeitet sind.
Das Bauwerk entstand im 12. Jahrhundert und ehrt Aisha Bibi, Tochter des Sufi-Dichters Khakim-Ata. Sie starb auf einer Reise nach Taraz durch einen Schlangenbiss, bevor sie ihren Geliebten Karakhan erreichen konnte.
Frauen aus der Region besuchen das Heiligtum und bitten um Schutz für ihre Familien, eine Praxis, die seit Jahrhunderten fortbesteht. Die Formen und Muster an den Außenwänden tragen Namen wie „Widderhorn
Das Bauwerk steht etwa 18 Kilometer westlich von Taraz an einer Nebenstraße und ist gut über einen kurzen Fußweg erreichbar. Ein gläsernes Schutzdach wurde 1960 hinzugefügt, um das empfindliche Mauerwerk vor Witterung zu bewahren.
Das nahegelegene Mausoleum von Babaji Khatun wurde für die Begleiterin von Aisha errichtet und zeigt schlichtere Wände mit arabischen Inschriften über dem Eingang. Die beiden Bauwerke stehen nur wenige Schritte voneinander entfernt und bilden ein Paar, das die enge Verbindung der beiden Frauen widerspiegelt.
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