Kasachstan, Land in Zentralasien.
Das Land erstreckt sich über 2.724.900 Quadratkilometer durch Steppen, Gebirge, Wüsten und Wälder und ist damit der neuntgrößte Staat der Welt. Die geografische Lage verbindet Europa und Asien, wobei die westliche Uralregion den europäischen Teil bildet und weite Ebenen den Norden und die Mitte prägen, während Bergketten den Süden und Osten charakterisieren.
Nomadische Zivilisationen durchstreiften das Gebiet jahrtausendelang, bevor die russische Expansion im 18. Jahrhundert begann. Die Sowjetunion verwandelte die Region im 20. Jahrhundert in eine landwirtschaftliche und industrielle Provinz, bis am 16. Dezember 1991 die Unabhängigkeit erklärt wurde und ein souveräner Staat mit neuen politischen Strukturen entstand.
Die Nomadenkultur prägt weiterhin Lebensweisen und zeigt sich in traditionellen Jurten, Pferdezucht und Filzhandwerk. Feste wie Nauryz im März bringen Familien zusammen und bewahren alte Bräuche mit Musik, Spielen und gemeinsamen Mahlzeiten.
Astana dient als Regierungssitz mit modernen Verwaltungsgebäuden, während Almaty wirtschaftliches und finanzielles Zentrum ist. Visabestimmungen variieren je nach Nationalität, wobei viele Länder von der Visumpflicht befreit sind, und die Währung ist der Tenge mit internationalen Flughäfen in beiden Großstädten.
Das Kosmodrom Baikonur betreibt seit 1957 Weltraumstarts und dient als Hauptanlage für bemannte und unbemannte Missionen, wobei Russland die Einrichtung bis 2050 pachtet. Juri Gagarin startete von hier 1961 als erster Mensch im All, was diesen Ort zu einem historischen Meilenstein der Raumfahrt macht, der heute weiterhin regelmäßige internationale Missionen beherbergt.
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