Qostanai, Verwaltungsregion im nördlichen Kasachstan.
Die Region Kostanai ist ein Verwaltungsgebiet im Norden Kasachstans und erstreckt sich über weite Steppengebiete mit flachen Ebenen und sanften Hügeln. Der Fluss Tobol durchzieht die Landschaft von Norden nach Süden und versorgt Felder und kleine Siedlungen entlang seiner Ufer.
Die sowjetische Verwaltung richtete das Gebiet 1936 als eigenständige Region ein, nachdem zuvor nomadische Gruppen durch die Steppen gezogen waren. Nach der Unabhängigkeit Kasachstans 1991 blieb die Verwaltungsstruktur weitgehend bestehen und die Region entwickelte sich zu einem landwirtschaftlichen und industriellen Zentrum.
Die Bevölkerung spricht hauptsächlich Kasachisch und Russisch im Alltag, was sich in zweisprachigen Straßenschildern und öffentlichen Ankündigungen widerspiegelt. Auf lokalen Märkten verkaufen Händler traditionelle kasachische Filzwaren neben russischen Backwaren, und in den Dörfern stehen oft kleine orthodoxe Kapellen neben muslimischen Gebetsräumen.
Überlandbusse verbinden die größeren Städte miteinander, während lokale Minibusse kleinere Ortschaften anfahren und Züge mehrmals täglich in Richtung Nur-Sultan und andere Regionen fahren. Reisende sollten etwas Bargeld mitführen, da nicht alle Geschäfte und Tankstellen außerhalb der Städte Karten akzeptieren.
Das Naturschutzgebiet Naurzum beherbergt Flamingos, die während der Brutzeit auf flachen Salzseen rasten und dabei Tausende Kilometer aus dem Süden zurücklegen. In der Nähe von Arkalyk haben Archäologen Überreste von Pferdegeschirr aus der Bronzezeit gefunden, was auf frühe Reiterkulturen in diesem Gebiet hinweist.
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