Schambyl, Verwaltungsregion im Süden Kasachstans
Die Region Schambyl erstreckt sich über weite Steppenlandschaften im südlichen Kasachstan und umfasst das Tal des Flusses Talas, der aus den Bergen Kirgisistans herabfließt. Die Landschaft wechselt zwischen flachem Grasland, Gebirgszügen und landwirtschaftlich genutzten Flächen entlang der Flussläufe.
Die Verwaltungseinheit entstand 1939 während der sowjetischen Neuordnung Zentralasiens und erhielt ihren Namen zu Ehren des damals lebenden Volkssängers. Grenzänderungen erfolgten mehrmals, bis die heutige Form in den neunziger Jahren nach der Unabhängigkeit Kasachstans festgelegt wurde.
Der Name ehrt den Dichter Dschambul Dschabajew, der hier geboren wurde und die traditionelle kasachische mündliche Literatur bis ins zwanzigste Jahrhundert bewahrt hat. Reisende können heute in der ganzen Gegend auf die nomadischen Wurzeln der einheimischen Bevölkerung stoßen, die sich in der Küche und den handwerklichen Arbeiten widerspiegeln.
Die Hauptverbindungsstraße zwischen Taraz und der kirgisischen Grenze ist asphaltiert und ganzjährig befahrbar, wobei der Winter manchmal Verzögerungen bringt. Reisende finden in den größeren Siedlungen grundlegende Unterkünfte und Tankstellen, während entlegene Gegenden nur über unbefestigte Wege erreichbar sind.
Wilde Cannabispflanzen wachsen spontan in vielen südlichen Bezirken und werden regelmäßig von den Behörden entfernt. Diese natürliche Verbreitung geht auf historische Hanfkulturen zurück, die einst für Fasern angebaut wurden und sich später in der Landschaft ausgebreitet haben.
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