Qaraghandy, Verwaltungsregion im zentralen Kasachstan
Karaganda ist eine Verwaltungsregion im zentralen Kasachstan, die sich über ausgedehnte Steppengebiete, Wüstenabschnitte und mehrere Flüsse wie die Nura erstreckt. Das Gebiet umfasst sowohl flache Ebenen als auch Bergzüge, die der ansonsten offenen Landschaft Höhe und Konturen verleihen.
Die Region entstand in den 1930er Jahren, als sowjetische Behörden große Bergbaubetriebe anlegten und Arbeitslager für politische Gefangene errichteten. Später kamen während der Kriegsjahre und Deportationen weitere Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Teilen der Sowjetunion hinzu, die das heutige Gesicht der Region prägten.
Die Region erinnert durch ihre Vielzahl an kleinen Museen und Kulturhäusern an die Ankunft verschiedener Völker, die hier über Jahrzehnte ihre Sprachen und Bräuche bewahrten. Heute sieht man in vielen Dörfern noch Häuser im russischen Stil neben traditionellen kasachischen Jurten und deutschen Bauernhöfen aus der Sowjetzeit.
Das Gebiet ist über ein Netz von Fernstraßen und Bahnstrecken erreichbar, die von der Hauptstadt Astana aus in mehrere Richtungen führen. Ein internationaler Flughafen in der Nähe von Karaganda bietet Direktverbindungen zu mehreren Städten und erleichtert die Anreise aus dem Ausland.
Im Nationalpark Karkaraly erhebt sich das Kyzylarai-Gebirge mit Gipfeln über 1500 m (4920 ft), die als grüne Inseln in der sonst trockenen Steppenlandschaft wirken. Diese Berge beherbergen Wälder und Quellen, die zahlreichen Tierarten einen Lebensraum bieten, den man in der Umgebung sonst kaum findet.
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